Wachsende Nachfrage nach Rohstoffen in den Schwellenländern
Wachsende Nachfrage nach Rohstoffen in den Schwellenländern

2. August 2022 – Vor allem die Schwellenländer haben einen wachsenden Bedarf an Rohstoffen. Allein Indien würde mindestens 16 Millionen Tonnen Aluminium pro Jahr benötigen, um die wachsende Nachfrage zu decken. Insbesondere in den Bereichen Verteidigung, Luft- und Raumfahrt, Verkehr und alternative Energien. Und ist der chinesische Immobiliensektor wieder in Schwierigkeiten? Und wie reagieren die Märkte auf den möglichen Besuch von Nancy Pelosi in Taiwan?

Wachsende Nachfrage nach Rohstoffen in den Schwellenländern

Vor allem in den Schwellenländern wie Indonesien und Indien, aber auch in Brasilien und Mexiko sehen Branchenexperten eine wachsende Nachfrage nach Rohstoffen, die im Verteidigungs-, Luftfahrt- und Transportsektor benötigt werden. Oder für die Entwicklung von Industrien, die alternative Energieformen wie Windkraft und Solarenergie fördern sollen oder müssen.

Indien benötigt 16 Millionen Tonnen Aluminium pro Jahr

So wird beispielsweise allein für Indien erwartet, dass der Aluminiumverbrauch um mindestens 16 Millionen Tonnen pro Jahr steigen muss, um den aktuellen und mittelfristigen Bedarf zu decken, insbesondere im Hinblick auf die grüne Transformation.

Wachsende Nachfrage: Ungarn, Polen und die Tschechische Republik auf dem Vormarsch

Aber die asiatischen und südamerikanischen Länder sind nicht die einzigen Schwellenländer. Auch in der Europäischen Union stehen viele Mitgliedsstaaten wie Ungarn und Polen oder die Tschechische Republik in den Startlöchern, um älteren und behäbigeren Staaten wie Deutschland in einigen Bereichen den Rang abzulaufen.

Chinesischer Immobiliensektor wieder in Schwierigkeiten?

Vor allem die westliche Medienlandschaft hat oft versucht, den chinesischen Immobiliensektor für schlechte, aber weitreichende Nachrichten zu nutzen. Und auf dem Immobilienmarkt in China ist auch nicht alles im grünen Bereich. Aber wie so oft stellt sich die Frage, wer am meisten davon profitiert.

Lebensmittel und Unterkunft

Zwei Gebiete im kommunistisch regierten China sind für den sozialen Frieden im Lande von entscheidender Bedeutung. Eines davon sind Lebensmittel bzw. die Lebensmittelpreise. Vielerorts sind die Lebensmittelpreise gedeckelt, wenn auch oft nicht offiziell. Preiserhöhungen werden von den Händlern nicht gern gesehen und sind zudem mit hohen Geldstrafen verbunden. Aus dem einzigen Grund, dass es keine sozialen Unruhen aufgrund steigender Lebensmittelpreise gibt.

Stabilität auf dem Wohnungsmarkt ist von großer Bedeutung

Die Verfügbarkeit von Wohnraum ist ein zweites zentrales Thema für die soziale Stabilität in dem asiatischen Riesenreich. Für viele Chinesen ist, ähnlich wie in westlichen Ländern, das Eigenheim ein Traum, der mit einem hohen Preis und oft auch mit hohen Schulden verbunden ist.

Die chinesische Regierung kann und will einen massiven Zusammenbruch oder einen „völligen Untergang“ des Immobiliensektors nicht zulassen. Notfalls kann sie auch den gesamten Markt verstaatlichen – und sei es nur, um den sozialen Frieden im Lande zu wahren.

Dies wird auch durch die Ankündigung der chinesischen Zentralbank deutlich, die eine stabile Finanzierung des Immobilienmarktes in Aussicht gestellt hat.

Dies wirft die allgemeine Frage auf, ob die Unkenrufe in Bezug auf chinesische Immobilien wirklich so dramatisch sind oder ob hier möglicherweise ein anderes Ziel verfolgt wird.

Rohstoffmärkte mit leichtem Rückgang

Die Rohstoffmärkte und auch die Aktienbörsen haben wie erwartet auf die Nachrichten aus China reagiert. Das ist immer dann der Fall, wenn der bevölkerungsreichste Staat der Welt im Rampenlicht der Medien steht. Daher sind die leicht negativen Kursbewegungen heute nicht wirklich überraschend.

Besuch von Nancy Pelosi in Taiwan erwartet

Gleichzeitig wird trotz dringender Warnungen aus Peking der Besuch der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan erwartet. Die chinesische Regierung betrachtet dies als diplomatischen Affront und hat in letzter Zeit mit verstärktem Säbelrasseln und Manövern an den Grenzen zu Taiwan reagiert.

Nehmen Spekulanten Gewinne mit?

Die schon fast traditionellen Spannungen zwischen China, den Vereinigten Staaten und dem Inselstaat Taiwan sorgen mit schöner Regelmäßigkeit für eine gewisse Unruhe an den Märkten, und am Ende war es wieder einmal nur ein Sturm im Wasserglas.

Dies wirft die berechtigte Frage auf, ob die Verquickung von Immobilienmarkt und dem möglichen Besuch von Nancy Pelosi in Taiwan nicht nur von Spekulanten ausgenutzt wird, um ein paar Gewinne mitzunehmen und den anschließenden Anstieg der Märkte als Vorspiel für die nächste Runde auf dem Börsenparkett zu nutzen.

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