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6. Juli 2022 – Die Internationale Handelsbehörde (USA) hat ihre Absicht bekannt gegeben, die Antidumping Maßnahmen gegenüber Blechen und Bändern aus nichtrostendem Edelstahl aus China zu verlängern. Durchschnittliche Dumpingspanne von mehr als 76%. Steht die Fusion zwischen Rusal und Nornickel bevor? Alternative Energien: eine große Chance für Europa, aber immer noch im Regulierungswahn gefangen.

US-Antidumping Maßnahmen für rostfreien Edelstahl sollen verlängert werden
US-Antidumping Maßnahmen für rostfreien Edelstahl sollen verlängert werden

US-Antidumping Maßnahmen für rostfreien Edelstahl sollen verlängert werden

Die International Trade Administration (ITA) hat die endgültigen Ergebnisse der beschleunigten Überprüfung der Antidumping Zölle für Bleche und Bänder aus nichtrostendem Edelstahl mit Ursprung in der Volksrepublik China bekannt gegeben.

Ein Wiederauftreten oder Anhalten des Dumpings ist weiterhin wahrscheinlich

Darin kommt das ITA zu dem Schluss, dass die Aufhebung des Antidumpingzolls auf Bleche und Bänder aus nichtrostendem Edelstahl aus der Volksrepublik China wahrscheinlich zu einem Anhalten oder Wiederauftreten des Dumpings führen würde. Die durchschnittliche Dumpingspanne würde sich wie in der Vergangenheit auf 76,64 % belaufen.

Antidumpingzölle von bis zu 58,04 % weiterhin möglich

Daher ist davon auszugehen, dass die bisherigen US-Antidumpingzölle auf Bleche und Bänder aus nichtrostendem Edelstahl (SSSS) aus China in Höhe von 45,26 bis 58,04 % aufrechterhalten werden.

Kommt jetzt die Fusion zwischen Rusal und Nornickel?

Norilsk Nickel hat ein Angebot von Rusal erhalten, eine Fusion zu überdenken, sagte der Präsident und CEO von Nornickel, Vladimir Potanin, am Dienstag und fügte hinzu, dass der führende Nickelproduzent seine Bereitschaft zur Aufnahme von Verhandlungen bestätigt habe.

Die vorgeschlagene Fusion würde es ermöglichen, die Aktionärsbasis zu diversifizieren und die Stabilität angesichts der laufenden Sanktionen zu verbessern, sagte Potanin. Die „grüne“ Agenda und Nachhaltigkeit wären ein zusätzlicher Faktor, sagte Potanin.

Der Aluminiumkonzern Rusal hält bereits den zweitgrößten Anteil an dem russischen Unternehmen Nornickel. Derzeit sind die Verhandlungen über eine Verlängerung des Aktionärsvertrags bei Nornickel festgefahren. Dies ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum erneut eine Fusion ins Spiel gebracht wurde.

Könnte eine Fusion zu weiteren Sanktionen führen?

In Anbetracht der bereits bestehenden Sanktionen gegen Russland könnte eine Fusion zu einer weiteren Verschärfung der Maßnahmen führen. Zuletzt verhängte die britische Regierung Sanktionen gegen Wladimir Potanin. Auch der Rusal-Gründer Oleg Deripaska, dessen EN+ Group mit einem Anteil von 56,88 % der größte Aktionär von Rusal ist, steht unter anderem auf der Sanktionsliste der Europäischen Union.

Alternative Energien brauchen Starthilfe

Nach einer aktuellen Einschätzung von EU-Stahlproduzenten und dem europäischen Windenergieverband WindEurope ist der Bedarf an erneuerbaren Energien allein in der europäischen Stahlproduktion noch einmal um 50 % höher als von der Europäischen Kommission in ihrem Fit for 55-Programm angenommen.

Erdgas ist bis 2030 keine Option mehr

Umso dringlicher sind die Forderungen der Stahlproduzenten nach einer Lösung dieses Problems. Nachdem der Plan, bis 2030 vorerst nur auf Erdgas umzusteigen, am russischen Krieg gegen die Ukraine gescheitert ist.

Insbesondere bei der Solar- und Windenergie hat der Regulierungswahn trotz der Absichtserklärungen, bis 2030 einen Anteil von 40 % an erneuerbaren Energien in der EU zu realisieren, noch nicht nachgelassen.

Windkraft-Regulierungswahn in der EU

Die Bemühungen des deutschen Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu deregulieren, haben in den Bundesländern des größten EU-Mitgliedsstaates dazu geführt, dass nun alle Regierungen versuchen, schnell eine 1.000-Meter-Abstandsregelung zu Wohngebieten in ihre Gesetze zu schreiben.

Größte Chance für Europa seit Jahrzehnten

Statt diesen wichtigen Schritt und die damit verbundene große Chance zu erkennen, die europäische Energieversorgung auf eine neue Grundlage zu stellen und damit der Industrie einen wichtigen und arbeitsplatzsichernden Impuls zu geben, schrecken sie weiterhin vor den notwendigen Maßnahmen zurück.

Energiewende: 845 Millionen Tonnen Metall nötig?

Eine niederländische Studie kommt zu dem Schluss, dass allein die Niederlande bis zu 33 Millionen Tonnen Stahl, Aluminium, Nickel und andere metallische Rohstoffe benötigen würden, um vollständig auf erneuerbare Energien umzusteigen. Wenn man diesen Bedarf vereinfacht auf die gesamte EU27 überträgt, würde sie mehr als 845 Millionen Tonnen Metall betragen.

Es ist an der Zeit, dass sich die Gesetzgeber in den EU-Mitgliedsstaaten bewegen und den Wust an unnötigen Vorschriften in den Mülleimer werfen – zum Verbrennen, nicht zum Recyceln.

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