4. August 2022 – MMK, einer der größten Stahlproduzenten der Welt, wurde von der US-Regierung auf die Sanktionsliste gesetzt. Und immer mehr Verfahren gegen Versuche, Antidumping- und Antisubventionsmaßnahmen zu umgehen. Verbände warnen. Am Ende drohen hohe Geldstrafen und im schlimmsten Fall langjährige Haftstrafen.

Russischer Stahlkonzern von US-Sanktionen betroffen
Russischer Stahlkonzern von US-Sanktionen betroffen

Russischer Stahlkonzern mit US-Sanktionen belegt

Die Vereinigten Staaten haben kürzlich Sanktionen gegen den russischen Konzern Publichnoe Aktsionernoe Obschestvo Magnitogorskiy Metallurgicheskiy Kombinat (MMK) verhängt. MMK betreibt in Magnitogorsk einen großen Stahlproduktionskomplex, der die gesamte Produktionskette von der Aufbereitung des Eisenerzes bis zur Weiterverarbeitung des Walzstahls abdeckt. Der Konzern ist nicht nur einer der größten Stahlproduzenten der Welt, sondern auch einer der wichtigsten Steuerzahler Russlands.

Andere Unternehmen und Eigentümer von MMK ebenfalls betroffen

Gleichzeitig wurden gegen den russischen Geschäftsmann Viktor Filippovich Rashnikov (Rashnikov), den Mehrheitseigentümer und Vorstandsvorsitzenden von MMK, Sanktionen verhängt. Rashnikov steht bereits auf den Sanktionslisten von Australien, Kanada, der Europäischen Union, der Schweiz und des Vereinigten Königreichs.

Unternehmen, die mit der Gruppe und ihrem Eigentümer, MMK-Finans, verbunden sind, sowie das türkische Unternehmen MMK Metalurji (Herstellung von Stahlerzeugnissen) unterliegen ebenfalls den US-Sanktionen.

Verstärkte Konzentration auf Umgehungsmaßnahmen

Die letzten Monate haben gezeigt, dass immer häufiger versucht wird, Antidumping- und Antisubventionsmaßnahmen zu umgehen, z. B. in den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union. Dies zeigt sich allein schon an der Zunahme der Untersuchungen zur Bekämpfung von Umgehungen.

Verband warnt vor Umgehungsversuchen

Auch der deutsche FDS – Fachverband des Schrauben-Großhandels hat kürzlich auf die großen Gefahren hingewiesen, die von Versuchen zur Umgehung von Antidumpingmaßnahmen ausgehen. Und wie wichtig es ist, sie zu vermeiden. https://www.fastenerandfixing.com/insight/the-german-distribution-market/

Speziell im Hinblick auf Verbindungselemente aus rostfreiem Stahl hatte die EU im Jahr 2022 ein Umgehungsverfahren gegen Malaysia und China eingeleitet.

Warmgewalzter rostfreier Edelstahl aus der Türkei

Vor kurzem hat die Generaldirektion Handel der Europäischen Kommission auf Betreiben von EUROFER ein Verfahren gegen die Einfuhr von warmgewalztem Edelstahl aus der Türkei eingeleitet. Es besteht der konkrete Verdacht, dass in großem Umfang versucht wurde, die tatsächliche Herkunft des Materials zu verschleiern.

Irreführende Ursprungszeugnisse

Angesichts der Zunahme von Umgehungsermittlungen und auch der Stellungnahme des FDS kann nicht genug darauf hingewiesen werden, wie wichtig dieses Thema ist und wie Käufer mit angepassten Ursprungszeugnissen getäuscht werden.

Denn am Ende könnte ein Verfahren wegen Zollvergehen drohen. Zollverstöße sind keine Bagatelle und können mit hohen Geldstrafen und langen Haftstrafen geahndet werden.

Tipp: Prüfen Sie, von wem oder über wen Sie kaufen

Deshalb unsere dringende Bitte: Prüfen Sie, bei wem oder über wen Sie kaufen. Auch wenn es Sie ein oder zwei Dollar/Euro mehr kostet. Damit Sie am Ende von Ihrem Lieferanten das bekommen, was Sie bestellt und bezahlt haben.

Aktuelle News

Receive all the latest news once a week

Receive all the latest news once a week

Make it easy for yourself: we will remind you once a week about the latest news.

Join our mailing list to receive the latest news and updates from our team.

You have Successfully Subscribed!