Stainless Espresso: Niederlande benötigen bis zu 33 Millionen Tonnen Metall
Stainless Espresso: Niederlande benötigen bis zu 33 Millionen Tonnen Metall

4. Juli 2022 – Die EU-Mitgliedsländer Niederlande werden in den kommenden Jahren bis zu 33 Millionen Tonnen Rohstoffe – insbesondere Stahl, Aluminium und Nickel – benötigen, um die grüne Energiewende zu erreichen. Eine Studie aus dem Jahr 2020 und ein aktuelles Weißbuch aus dem Jahr 2022 lassen den Schluss zu: Ohne Metallimporte wird es in den nächsten 20 Jahren nicht gehen. Und der Nickelmarkt ist auf der Suche nach einem neuen Preismechanismus.

Nickel auf der Suche nach einem neuen Preismechanismus

Seit den Turbulenzen auf dem Nickelmarkt im März 2022 hat sich der Nickelhandel nicht wirklich erholt. Vor allem die LME hat seitdem mit starken Liquiditätsverlusten im Handel mit dem Edelstahl- und Batterierohstoff zu kämpfen. Versuche, Händler an die SHFE zu locken, scheinen nicht wirklich funktioniert zu haben.

Um sich gegen Verluste bei langfristigen Verträgen abzusichern, hatten sich Großverbraucher bisher über die großen Rohstoffbörsen mit entsprechenden Wetten auf steigende oder fallende Preise abgesichert.

Dringender Bedarf an mehr Realismus auf dem Markt

In jedem Fall scheint der Markt dringend einen neuen Preismechanismus zu benötigen, während der Ausverkauf an der LME anhält. Ein weiteres Problem ist, dass an der SHFE und der LME nur Nickelmetall gehandelt wird, während ein Großteil des Marktes weniger verarbeitete Nickelprodukte wie Sulfate, Matte oder NPI verwendet und daher nicht wirklich verglichen werden kann.

Den Einfluss von Hedgefonds begrenzen?

Bislang scheint es nur Ideen für einen neuen Preismechanismus zu geben. Konkrete Vorschläge fehlen noch. Und angesichts der Beteiligungen von großen Finanzdienstleistern und Hedgefonds an den Rohstoffbörsen müssen diese von den Börsen abgekoppelt werden, um Marktmissbrauch, Preisabsprachen und Insiderhandel künftig besser zu verhindern.

Studie: Niederlande benötigen bis zu 33 Millionen Tonnen Metall

Laut einer Studie aus dem Jahr 2020 werden allein im EU-Mitgliedstaat Niederlande in den nächsten Jahren bis zu 33 Millionen Tonnen Metall benötigt, um die grüne Transformation im Energiesektor zu erreichen. Auf Stahl, Aluminium, Kupfer und Nickel entfallen 94 % der Gesamtmenge. Hauptsächlich für die Herstellung von Windturbinen und Solarzellen. Und eine aktuelle 12-MW-Windturbine wiegt mindestens 1.500 Tonnen.

Europa hat nicht genug Kapazitäten

Ein kürzlich erschienenes Weißbuch der Leiden-Delft-Erasmus-Universitäten, das sich auf die Daten der Metabolic-Studie bezieht, kommt ebenfalls zu dem wenig überraschenden Schluss, dass Europa und die Europäische Union nicht über ausreichende Produktionskapazitäten oder eigene Reserven an wichtigen Rohstoffen wie Nickel und seltenen Erden verfügen.

Dies lässt den Schluss zu, dass der Übergang zu einer nachhaltigen Energieerzeugung in den Niederlanden und Europa in den kommenden Jahren nur durch den Import von Rohstoffen wie Stahl und Aluminium möglich sein wird.

Die Erschließung neuer Minen und geeigneter Raffinerien in Europa wird den Studien zufolge mindestens 20 Jahre dauern.

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