US-Hersteller von Langprodukten aus Edelstahl erhöhen die Preise
US-Hersteller von Langprodukten aus Edelstahl erhöhen die Preise

14. Juli 2022 – Die ersten US-Hersteller von Langprodukten aus rostfreiem Edelstahl geben die gestiegenen Kosten an die Käufer weiter und haben die Preise um 9 bis 12 % erhöht. Werden andere Langprodukte Hersteller nachziehen? Der Nachfrageschub in der EU könnte die leeren Lager noch leerer machen. Und die USA leiten ein Anti-Umgehungs-Verfahren gegen chinesische Aluminiumprodukte aus Thailand und Südkorea ein.

US-Hersteller von Langprodukten aus rostfreiem Edelstahl erhöhen die Preise

Die ersten US-Hersteller von Langprodukten aus rostfreiem Edelstahl haben sofortige Preiserhöhungen von 9 bis 12 % angekündigt. Grund dafür sind die gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten, die nun an die Kunden der US-Edelstahlhersteller weitergegeben werden sollen. Diese Ankündigung könnte der Auftakt zu weiteren Preiserhöhungen für Stabstahl in den Vereinigten Staaten sein.

Nachfrageschub in der EU könnte bereits leere Lagerbestände noch leerer machen

Die Lagerbestände an der Londoner Metallbörse (LME) leeren sich weiter, was auf eine anhaltende Knappheit im Basismetallgeschäft hindeutet. Dies könnte, und darüber haben wir Mitte Juni geschrieben, bald zu ähnlichen Situationen im Stahl-, Edelstahl- und Aluminiumgeschäft führen wie 2021 und Anfang 2022.

Müssen alle zur gleichen Zeit ihre Vorräte aufstocken?

Branchenexperten gehen davon aus, dass viele Marktteilnehmer in den kommenden Wochen aufgrund der steigenden Nachfrage gleichzeitig einen Nachschubbedarf haben werden.

Nachfrageerholung in Italien

Erste Anzeichen dafür werden bereits aus Italien und anderen EU-Ländern gemeldet, wo die Nachfrage und auch die Preise für z.B. HRC bereits wieder steigen.

China Aluminium: USA leiten Anti-Umgehungsuntersuchung ein

Das US-Handelsministerium hat von sich aus landesweite Anti-Umgehungsuntersuchungen eingeleitet, die die Einfuhren von Aluminiumfolien aus China betreffen, die in Thailand und Südkorea veredelt oder raffiniert werden. Mit diesen Einfuhren wird laut US-Handelsministerium möglicherweise die Zahlung von Antidumping- und Ausgleichszöllen auf Einfuhren von Aluminiumfolien aus China im Rahmen von unfairen Handelsanordnungen umgangen.

Antidumping- und Ausgleichszölle von bis zu 176 %.

Im April 2018 veröffentlichte das US-Handelsministerium Antidumping- und Ausgleichszölle (AD/CVD) auf bestimmte Aluminiumfolieneinfuhren aus China, nachdem die Arbeitsgruppe „Trade Enforcement Working Group“ der US Aluminum Association eine Beschwerde eingereicht hatte. Die endgültigen kombinierten Dumping- und Subventionssätze lagen zwischen 55 % und 176 %. Seit der Veröffentlichung dieser Anordnungen sind die US-Einfuhren bestimmter Aluminiumfolien aus China erheblich zurückgegangen.

Thailand und Südkorea stehen unter Umgehungsverdacht

Die chinesischen Ausfuhren von Folien und Blechen nach Thailand und Südkorea haben jedoch erheblich zugenommen, und die US-Einfuhren von Aluminiumfolien aus diesen Ländern, die aus chinesischem Metall hergestellt wurden, haben ebenfalls erheblich zugenommen, da die chinesischen Hersteller versucht haben, die AD/CVD-Zölle auf Folien, die direkt aus China in die USA ausgeführt werden, zu umgehen.

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