Immer mehr Nickelprodukte auf Sanktionslisten?
Immer mehr Nickelprodukte auf Sanktionslisten?

26. Juli 2022 – Immer mehr Nickelprodukte landen auf westlichen Sanktionslisten, wie zum Beispiel Nickelhydroxid. Der Dschungel der Einfuhr- und Ausfuhrbeschränkungen ist fast unüberschaubar und macht den Handel mit verwandten Produkten zu einem gefährlichen rechtlichen Wagnis. Gleichzeitig zieht aber auch der Handel mit dem knappen Rohstoff wieder deutlich an. Vor allem die Futures an der SHFE und der LME haben heute bereits deutlich angezogen.

Nickel an SHFE und LME steigt weiter an

Die Nickelpreise an der asiatischen Rohstoffbörse SHFE sind heute weiter deutlich gestiegen. Dort ging es für die Verträge teilweise um mehr als 6,3% nach oben. Der kleine Rücksetzer am gestrigen Handelstag an der europäischen LME hatte sich am Abend bereits wieder ausgeglichen und der LME-Schlusskurs lag mit knapp 0,5 % leicht über dem vom Freitag. Zu Beginn des heutigen Handels hat die LME-Nickel einen Sprung von mehr als 3% nach oben gemacht.

Immer mehr Nickelerzeugnisse auf Sanktionslisten?

Letzte Woche hat das Vereinigte Königreich weitere Sanktionen gegen Russland verhängt. Bei näherer Betrachtung fällt unter anderem eine Nickelproduktkategorie auf, die es auf die Sanktionsliste geschafft hat und bei der die Möglichkeit einer Importbefreiung ausgelaufen ist.

Britische Sanktionen gegen umsatzstarke russische Waren

Dabei handelt es sich um Nickeloxide und -hydroxide, die für die Herstellung von Batterien von zunehmendem Interesse sind. Vor kurzem schloss der Automobilhersteller Ford einen Vertrag über eine Anlage zur Herstellung von Hydroxiden in Indonesien ab.

Sanktionen und Zölle

Infolgedessen landen immer mehr Produkte russischen Ursprungs auf der Liste der von der internationalen Gemeinschaft verhängten Sanktionen und Strafzölle. Australien und die Vereinigten Staaten hatten bereits Zölle von 35 % auf russische Einfuhren erhoben. Die G7-Länder haben außerdem restriktive Maßnahmen gegen eine ganze Reihe anderer Produkte beschlossen, die nun auch vom Vereinigten Königreich umgesetzt wurden.

LME handelt weiterhin mit Rohstoff russischer Herkunft

Je mehr Produkte auf den westlichen Sanktionslisten landen, desto schwieriger wird es, international ausreichend Rohstoffe zu beschaffen. Auch die Sanktionen gegen den größten Anteilseigner der russischen Nornickel-Gruppe, Vladimir Potanin (indirekt über eine Holdinggesellschaft), machen die Beschaffung nicht einfacher.

Importe, Exporte – die Listen werden länger und länger

In Anbetracht der Tatsache, dass die Fülle westlicher Ausfuhr- und Einfuhrbeschränkungen ständig zunimmt, und der bisherigen Weigerung der LME, russischen Nickel aus dem Handel zu nehmen, und gleichzeitig die Haftungsfrage an den LME-Kunden weitergeben statt einen rechtlichen Rahmen zu setzen, in dem Händler zuverlässig und sicher agieren können, macht den Handel über die LME in diesem Fall zu einem echten rechtlichen Glücksspiel.

Aktuelle News

Receive all the latest news once a week

Receive all the latest news once a week

Make it easy for yourself: we will remind you once a week about the latest news.

Join our mailing list to receive the latest news and updates from our team.

You have Successfully Subscribed!