EU leitet Untersuchung zur Bekämpfung von Umgehungspraktiken gegen rostfreien Edelstahl ein
EU leitet Untersuchung zur Bekämpfung von Umgehungspraktiken gegen rostfreien Edelstahl ein

27. Juli 2022 – Die EU leitet eine Anti-Umgehungsuntersuchung gegen Einfuhren von rostfreiem Stahl aus der Türkei ein. Verdacht: vorsätzliche Umgehung der Antidumpingmaßnahmen gegenüber warmgewalzten Blechen und Coils aus nicht rostendem Stahl mit Ursprung in Indonesien. Wirtschaftlicher Anschub: Die europäische Energiewende erfordert Investitionen in Höhe von 10 Billionen US-Dollar. Und in China steigen die Preise für Eisenerz und Stahl wieder an.

Umgehungsuntersuchung gegenüber warmgewalzten Blechen und Coils aus nichtrostendem Stahl

Gestern, am 26. Juli 2022, leitete die Europäische Kommission offiziell eine Umgehungsuntersuchung gegen warmgewalzte Bleche und Coils aus rostfreiem Stahl aus der Türkei mit Ursprung in Indonesien ein. Es wird vermutet, dass durch die Einfuhren aus der Türkei die mit dem Verfahren AD658 gegen Indonesien eingeführten Antidumpingmaßnahmen umgangen werden.

Das Anti-Umgehungsverfahren wurde auf Antrag von EUROFER, dem Verband der europäischen Stahlhersteller, eingeleitet. Das Verfahren wird voraussichtlich in den nächsten neun Monaten abgeschlossen, und alle Einfuhren von warmgewalzten rostfreien Edelstahl aus der Türkei werden auf Anweisung der Europäischen Kommission mit sofortiger Wirkung registriert werden.

Europäische Energiewende: 10 Billionen US-Dollar Investition

Analysten von Goldman Sachs haben errechnet, dass die Europäische Union bis 2050 rund 10 Billionen US-Dollar in den Ausbau ihres Energiesektors investieren müsste, um das System auf eine neue Grundlage zu stellen. Eine Investition von mehr als 2 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Union.

Investitionen von 350 Milliarden US-Dollar pro Jahr

Um dieses Ziel zu erreichen, müssten ab 2030 jährlich rund 350 Milliarden US-Dollar investiert werden. Ein gigantisches Projekt, das nach Ansicht von Goldman Sachs die europäische Energieversorgung für die Zukunft sichern könnte.

Ein Knackpunkt des Goldman-Sachs-Berichts ist, dass die EU auch in den nächsten 20 Jahren von Erdgas abhängig sein wird, insbesondere in Form von LNG-Importen und langfristigen Verträgen.

Insgesamt bleibt jedoch festzuhalten: Wenn das kein echter Wirtschaftsmotor wäre, was wäre es dann?

China: Stahlpreise ziehen an, Monsun-Zeit vorbei

Die chinesischen Stahlpreise haben in den letzten Tagen wieder angezogen. Und auch die Eisenerzpreise steigen seit einigen Tagen wieder an. Dies ist auf einen deutlichen Anstieg der Autoverkäufe in China zurückzuführen, aber auch auf die Tatsache, dass die Monsunzeit mit ihren starken Regenfällen vorbei ist, was im Allgemeinen zu einer deutlichen Belebung der chinesischen Wirtschaft führt.

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